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FLÜCHTLINGE WILLKOMMEN HEISSEN / INTEGRATION: ILVESHEIM sagt Ja!

Den etwas trockenen Verwaltungsbegriff ARBEITSKREIS FLÜCHTLINGE haben wir aus verschiedenen Vorschlägen, schriftlich und persönlich vorgetragen, in unserer Zusammenkunft Anfang Dezember einstimmig in:

INTEGRATION: ILVESHEIM sagt Ja! umgewandelt.

Im Mittelpunkt jedoch stand die Abstimmung von ersten Initiativen auf die Ankündigung des Bürgermeisters, dass in 2016 in Anbetracht von globalen Krisen Flüchtlinge zu uns kommen und unserer Unterstützung bedürfen. Kein Flüchtender verlässt seine Heimat beiläufig, leichtfertig oder auch nur gern – es ist eine Lebensentscheidung. Es ist ein großes Glück, wie wir in einem friedlichen Land und in einer überschaubaren Gemeinde zu leben. Nicht alle Menschen haben dieses Glück.

ZIELE: Wir möchten den unserer Gemeinde zugewiesenen Flüchtlingen unsere Mithilfe anbieten um zum guten Gelingen ihrer Integration - einem heimisch Werden – beitragen. Bei einem ersten Treffen signalisierten über 80 Personen, dass sie dazu bereit sind. Ein Arbeitskreis von 20 Mitgliedern ist beauftragt, eine Willkommenskultur zu entwickeln. Bereits geplante Aktivitäten stellen wir in der nächsten Ausgabe des Mitteilungsblattes im neuen Jahr vor.

ES GEHT NUR GEMEINSAM: Je mehr Ilvesheimerinnen und Ilvesheimer jedoch mithelfen, desto einfacher werden wir die aktuelle Herausforderung in Zusammenarbeit und Koordination mit der Gemeinde meistern und den Menschen ein würdiges Ankommen ermöglichen. Darüber aber nicht nur zu reden, sondern auch machen, dieser Verpflichtung gerecht zu werden, ist unsere Aufgabe: Ja, wir wollen den Flüchtlingen helfen - Ja, wir wollen unsere Bürgerschaft in der Akzeptanz der neuen Mitbürger unterstützen – JA, wir entwickeln Ideen, dieses umzusetzen. Dazu gehört ein besseres Verständnis auch in praktischen Dingen. Deutsch Unterricht zum Beispiel, ein eigentlich verpflichtendes Angebot, erfolgt bereits und wird von ehemaligen Asylbewerbern, Mitglieder unseres Arbeitskreises, wöchentlich durchgeführt. Angesprochen haben wir auch zukünftige Angebote nicht nur für Flüchtlinge, sondern gemeinsam mit Flüchtlingen. Bereits im November von der Evangelischen Pfarrgemeinde mit gutem Erfolg durchgeführt in Form eines BEGEGNUNGSCAFES mit ansprechendem Programm, ebenso erfolgte eine Einladung der CDU zum Herbstfest. Auch das rege VEREINSLEBEN für eine Mitarbeit zu gewinnen, wird angestrebt, zur Besprechung der Vereinsvertreter Ende des Jahres sind wir bereits eingeladen.

INTEGRATION, gegenseitige Kontakte und Unterstützung, ist die beste Möglichkeit, Ängste abzubauen, die durchaus nicht immer unbegründet sind. Charlie Hebdo, die Anschläge in Paris, diese gewaltige Völkerwanderung, die Handhabung an EU-Außengrenzen, das Abfackeln von Unterkünften in unserem Land, auch die Griechenland Krise verursachen Ängste und Verunsicherung. Zu unseren Aufgaben gehört auch, unseren neuen Mitbürgern/innen die Werteordnung Deutschlands nachvollziehbar darzustellen, wie Gleichberechtigung, Meinung -und Religionsfreiheit.

Angemessene Rahmenbedingungen zu schaffen und zu finanzieren ist Aufgabe der Politik in Stadt und Land, das Gelingen eines Zusammenlebens erfordert gegenseitige Toleranz, stark beeinflusst von der Bereitschaft vor Ort, Dinge anzunehmen, die unserer Gesellschaft wie unseren Flüchtlingen bisher fremd waren. Unser Bestreben daher, das Netzwerk von ehrenamtlich engagierten Personen auszubauen und funktionstüchtig zu machen.

Derzeit sind weltweit circa 50 Millionen Menschen auf der Flucht vor Gewalt, Hunger und Verfolgung. Die Zustände in ihrer Heimat und die Flucht sind oft lebensbedrohlich. Dennoch nehmen sie das Risiko auf sich und hoffen auf einen Alltag in Frieden. Europa ist für viele Menschen aus krisengeschüttelten Regionen das Versprechen für ein Leben in Frieden und Menschenwürde. Über eine Million Menschen sind inzwischen in der Bundesrepublik angekommen, einhunderttausend in Baden-Württemberg.

ILVESHEIM ist mit dieser Ausnahmesituation bisher thematisch und organisatorisch hervorragend umgegangen. Das Anliegen des Bürgermeisters war es sehr früh, im Rathaus Strukturen zu installieren, um den vom Landratsamt zugewiesen Personenmeldungen und den Aufgaben menschenwürdig und fachlich gerecht zu werden, den Flüchtlingsschutz zu bewältigen und um das Ankommen zu erleichtern. In unserer Gemeinde leben bisher 14 Asylbewerberinnen und Asylbewerber. Weitere 40 werden in den nächsten Monaten folgen, zum Jahresende 2016 möglicherweise weitere 60 Personen. Für 2017 sind noch keine Angaben bekannt. Gemeindliche Wohnräume kann die Gemeinde derzeit noch aus eigenem Bestand zur Verfügung stellen, weitergehende Lösungen sind angedacht. Meist besitzen die Menschen, darunter auch Kinder, die eine meist monatelange Odyssee hinter sich haben, nur das, was sie am Leib tragen. Es ist nicht nur ein Gebot des Asylrechts, sondern vor allem auch der Menschlichkeit, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Menschen zu unterstützen. Sie benötigen Kleidung und Hygieneartikel, auch bisweilen Möbel wie Betten, Stühle oder Schränke, Elektrogeräte, Kühlschränke, ihre Kinder Spielzeug. In Sachen Möbel sei der Hinweis erlaubt, diese über die DRK Kleiderkammer und / oder Fairkauf etc. der Gemeinde anzubieten. Auch eine Begleitung zum Arzt, zur Apotheke, zu Behörden, zur Post , zum Kindergarten oder Schule, beim Einkauf, zu Veranstaltungen und vieles mehr.

Der Arbeitskreis INTEGRATION: Ilvesheim sagt JA! gibt gerne einen Überblick über die verschiedenen Anlaufstellen für Hilfen, Spenden und Engagement. Alle diese ANFRAGEN beantworten wir umgehend, weitergehende Informationen ergibt auch ein Klick auf unsere Homepage: www.integration-ilvesheim.de , ebenso der Bürgerdienst der Gemeinde: Buergerdienst@ilvesheim.de sowie sachspenden@ilvesheim.de ,für den Rhein-Neckar-Kreis Pressesprecher Berno Müller unter 06221-522-2478 und für das Land: Fragen@fluechtlingshilfe-bw.de

Lassen Sie uns gemeinsam helfen! Eine große Aufgabe mit viel Verantwortung liegt vor uns. WILLKOMMENSKULTUR ist ein großes Wort, eine Herausforderung auf eine bestimmt längere Zeitstrecke. Die Flüchtenden, die kommen, verdienen Empathie, und welche Wahl haben jene, die aus dem zerrütteten Syrien stammen? Was würden wir in ihrer Lage tun? Wie schreibt der Spiegel: Mitgefühl und Kritik können nebeneinander gedeihen, denn Herz und Kopf gehören zusammen.

Anmerkungen zum AK-Treff vom 8. Dezember:

1) Unfall-Versicherungsschutz für AK: Dokument wurden direkt von der Gemeinde zugestellt. Der Mitarbeiter Herr B.A. Daniel Unser von den < Badischen Versicherungen > besucht am 18. Januar 2016 das Rathaus Ilvesheim / von 10:00 – 12:00 Uhr – steht zuvor oder danach zu Fragen zur Verfügung

 

2) Handbuch – WILLKOMMEN - des Landes BW:

Derzeit vergriffen, 50 Exemplare sind über die Gemeinde bestellt.

www.fluechtlingshilfe-bw.de/start

 

 

3) Sachspenden: sachspenden@ilvesheim.de

 

4) Initiativen 2015 / 2016:

 

SO 6. Dezember 2015:

Teilnahme am Freundschaftsfest der Ahmadiyya Gemeinde im Bürgerhaus Hirsch

 

MO 18. Januar 2016:

EINLADUNG GINKOS: Filmvorführung von Herrn Hassan Nazeri, Mitglied des AK:

Frauen und Kinder in Afghanistan - Bürgerhaus Hirsch 10.30- 12 Uhr

Gedreht in Kooperation mit dem Medienzentrum der Uni Freiburg und haben deutsche Untertitel.

 

In Vorbereitung:

 

MO 11. Januar oder DO 21. Januar 2016

Gesprächsrunde mit einem Vertreter der Initiative: Kirchheim (HD) sagt JA! Die Einladung ist ausgesprochen, es erfolgt ein Erfahrungsaustausch / Lokalität - Tag und Uhrzeit sind noch nicht festgelegt.

 

MI 17. Februar 2016

Unser Gast: Referatsleiter für Flüchtlingsunterbringung des Regierungspräsidiums Karlsruhe Manfred Beuchert, zuständig für die Landeseinrichtungen/Drehkreuze und Erstaufnahmestellen in Mannheim/Heidelberg und Hardheim mit einem Bericht über den Alltag und seine Erfahrungen, steht umfassend zu allen Fragen zur Verfügung.....

 

Anfang Januar 2016 : Nächste Aussprache des AK

 

 

5) Arbeitskreis /Namen /Umwidmung:

Einstimmig erfolgte nach einer Aussprache für unsere Aktivitäten inkl. Veranstaltungen, Homepage usw. der Name: INTEGRATION: Ilvesheim sagt JA!

 

6) ZUSCHUSSMÖGLICHKEITEN: Michael Haug wird berichten....

 

Zu guter Letzt:

Ein frohes Weihnachtsfest,

fürs neue Jahr eine gute gemeinsame Zeit

Dieter Münster und Doris Hartmann / INTEGRATION: Ilvesheim sagt JA!

 Im Dezember 2015/mü