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Neuigkeiten für alle Aktiven Mai 2018

 

Liebe Freunde und Mitstreiter, 

Irgendwann werden wir hoffentlich einen regelmäßigen Newsletter starten, aber so weit sind wir heute leider noch nicht. Trotzdem werden wir dich von Zeit zu Zeit, wenn es unseres Erachtens Wichtiges zu berichten gibt, mit dir auf diesem Weg Kontakt aufnehmen. Falls du das nicht möchtest, gib bitte einfach eine kurze Rückmeldung. Wir nehmen dich dann selbstverständlich sofort aus diesem Verteiler raus.

 

 

Kurznachrichten (Details dazu auf unserer Internetseite im internen Bereich/Chat)

  • PC Kurs
    • Inhalte: grundlegende Funktionen, Sicherheit und Internet (Mail, seriöse News,Downloads,...), MS Word besonders in Bezug auf Bewerbungs- und Lebenslauferstellung
    • Zielgruppe: Geflüchtete und benachteiligte Menschen, aber auch je nach Anmeldung offen für alle; auch Interessierte aus den umliegenden Gemeinden
    • Start des Kurses: Mai – Ende Juni, je 2 Termine in Ilvesheim
    • Interesse? Bitte Mail an Laura.Hammerstein@drk-mannheim.de
  • Margit Rothe: Die Bezirksbeauftragte für Flucht und Migration wechselte zum 1.4. als Gemeindediakonin nach Schwetzingen. Sie hat sehr viel für die Ehrenamtlichen in unseren Gemeinden geleistet. Wir danken ihr dafür sehr. Im Abschiedsschreiben erwähnt sie „Ich wünsche Ihnen allen auch für die Zukunft Kraft für Ihre Arbeit, Durchhaltevermögen bei den vielen Aufgaben, die Geduld erfordern, immer ein gutes Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen mit so unterschiedlichen kulturellen Hintergründen, stahlharte Nerven im Umgang mit Behörden, Ämtern, aber manchmal auch mit haupt- oder ehrenamtlichen Kolleg*innen sowie mit den Geflüchteten ....“

    Nun wissen wir also was Paten und Helfer brauchen:
    immer ein gutes Fingerspitzengefühl und stahlharte Nerven – wirklich außergewöhnliche Menschen!

  • Jobcenter: WBA (Weiterbewilligungsantrag) Achtung! Ab sofort werden nicht mehr die Kontoauszüge der letzten 3, sondern der letzten 6 Monate verlangt. Und das steht nicht im Anschreiben.


Lenkungskreis 

  • Wir werden voraussichtlich am 21. Juni um 19:00 Uhr bei der Sitzung des Verwaltungsausschusses der Gemeinde Ilvesheim mit den Mitgliedern des Gemeinderats über den AK und seine aktuelle Situation sprechen. Ziel ist es einen Anstoß zu geben um herauszufinden, inwieweit unsere Vorstellungen über die Integrationsarbeit zueinander passen und wie wir eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde und dem Gemeinderat intensivieren können, um zu besseren Ergebnissen zu kommen.

 

Neue Termine  

  • Das Café der Kulturen am 19. Juni (18 Uhr) wird nicht im JUZ, sondern im PARK der Heinrich Vetter Stiftung,  Goethestrasse 9, Ilvesheim stattfinden!

 

Fortbildung für Ehrenamtliche

  • Infoabend „Ausbildungsduldung“ für Ehrenamtliche. Sebastian Röder vom Flüchtlingsrat BW – ein sehr kompetenter Referent, der es versteht komplizierte Zusammenhänge auch verständlich zu veranschaulichen.Donnerstag, 14. Juni, 18:30-21:00, Welthaus Heidelberg, Willy-Brandt-Platz 5, 69115 Heidelberg Unter welchen Voraussetzungen die Ausbildungsduldung erteilt wird und welche Probleme in der Praxis auftreten, soll in dem Workshop vorgestellt und diskutiert werden.

Gemeinde Ilvesheim

  • Das JUZ ist ab sofort wieder eröffnet. Deshalb wird Christian Hölzing sich dann wieder aus dem Thema Asyl/Flüchtlinge zurückziehen. Die Zusammenarbeit mit Geflüchteten sowie die Kooperation mit den Ehrenamtlichen des AK Integration werden aber nicht komplett enden, sondern in den Bereichen fortgesetzt,wo die Angebote im JUZ stattfinden. Das Café der Kulturen wird fortgesetzt, das Projekt Fahrradwerkstatt soll bald starten und weitere Angebote für junge Geflüchtete sollen ins regelmäßige Programm des JUZ integriert werden.

  Wir bedanken uns sehr herzlich bei Christian für seine Unterstützung! Er war

  für uns in den letzten Monaten eine große Hilfe bei Problemlösungen

  verschiedenster Art und auch als kompetente Schnittstelle zur Gemeinde.

  • Christian Korte, neuer EDV-Mitarbeiter, ist Ansprechpartner in Sachen Internet und WLAN bei der Gemeinde.

Immer uffbasse

Wir wissen auch nicht warum, aber es passieren momentan manchmal seltsame Dinge im großen Orbit der verschiedenen beteiligten Verwaltungsstellen.

 

  • Beispiel 1: Ein Flüchtling kommt im Februar 2017 nach Ilvesheim, nachdem sein Asylverfahren abgeschlossen ist und er den subsidiären Schutz zugesprochen bekommen hat. Er weist sich mit der Fiktionsbescheinigung aus. Das ist der Nachweis über das Bestehen des vorläufigen Aufenthaltsrechts, also ab Anerkennung bis zur Erteilung der Aufenthaltserlaubnis. Jetzt muss eine Aufenthaltserlaubnis beantragt werden. Das wird aus irgendeinem Grund für diesen Flüchtling versäumt. Und es fällt auch ein Jahr lang niemandem auf. Als er jetzt zur Gemeinde geht, weil das bisherige Ausweispapier abgelaufen ist, fällt es wieder niemandem auf. Anstatt jetzt die Aufenthaltserlaubnis zu beantragen wird die Fiktionsbescheinigung verlängert. Der Pate bemerkt dies zufälligerweise, nimmt direkt Kontakt mit der Ausländerbehörde auf und der Flüchtling erhält erst mal einen „Ausweisersatz“. Die weiteren Schritte regelt auch der Pate direkt mit dem LRA ...
  • Beispiel 2: Ein Flüchtling bekommt eine Mahnung von der Gemeinde über die „Miet-“ undNebenkostenzahlung. Er geht damit zur Gemeinde, die auch seine Abtretungserklärung, also den direkten Einzug genau dieser Kosten vom Jobcenter, gemacht hat. Ohne den Sachverhalt zu prüfen, wird der Flüchtling aufgefordert zu bezahlen und wieder nach Hause geschickt. Der Betroffene ist in heller Aufregung. Kein Wunder. Da ihm genau diese Beträge erst mal gar nicht ausbezahlt werden, sieht er sich nicht imstande zu bezahlen. Der Pate findet am Tag darauf gemeinsam mit Mitarbeitern auf dem Rathaus heraus, dass die Sache längst erledigt ist und die Rechnung bezahlt und damit hinfällig ist..
  • Beispiel 3: Einer unserer Gambier - mit einer Aufenthaltsgestattung - hat einen Vollzeitjob angeboten bekommen. Er war beim Vorstellungsgespräch und es wurden alle erforderlichen Antragspapiere (Antrag auf Aufnahme einer Beschäftigung) von ihm und von seinem zukünftigen Arbeitgeber ausgefüllt. Der junge Mann hat die Papiere dann umgehend persönlich beim Landratsamt (LRA) abgegeben. Nach 14 Tagen kam dann aber die Ablehnung derArbeitserlaubnis vom LRA: „Zustimmung zur Beschäftigung wurde vom LRA nicht erteilt, da die Agentur für Arbeit der Ausübung der Tätigkeit nicht zugestimmt hat“. Begründung: „fehlende Mitwirkung des Arbeitgebers“ - im Detail: der Arbeitgeber hatte das Entgelt nicht eingetragen.

    Statt auf dem kurzen Dienstweg den Hörer in die Hand zu nehmen oder eine kurze Mitteilung zu verschicken, mit der Bitte um Vervollständigung des Antragsformulars, wurde komplett abgelehnt. Das bedeutet für den jungen Gambier: Antragsverfahren neu beginnen, wieder 2-3 Wochen auf den Bescheid warten und hoffen, dass der Job dann noch für ihn zur Verfügung steht.

    Die Paten haben einen erneuten Antrag gestellt bzw. den Arbeitgeber aufgesucht, um den fehlerhaften Antrag neu auf den Weg zu bringen...

 

Auch außerhalb der Verwaltung ereignen sich merkwürdige Dinge

  • Beispiel
    Um Kontoangelegenheiten einfacher erledigen zu können, will ein Flüchtling sein Konto bei der Sparkasse vom Ort der Vorläufigen Unterbringung nach Ilvesheim verlegen. Die Mitarbeiterin der Ilvesheimer Sparkasse schickt ihn – zusammen mit seiner Patin – weg. Wir wissen nicht, ob es sich bei diesem seltsamen Verhalten um einfache Inkompetenz oder um etwas anderes handelt. Betont werden muss hier, dass es für die Mitarbeiter der Sparkasse nicht immer einfach ist Flüchtlinge zu bedienen. Trotzdem hatten wir bisher immer den Eindruck, dass sie sich sehr viel Mühe geben zu helfen. Wenn du ähnliche Erfahrungen machst, melde dich bitte sofort bei redaktion@integration-ilvesheim.de.

    Im vorliegenden Fall wurde das Konto nun (ganz ohne Probleme) nach Seckenheim verlegt. Das Tagesgeschäft kann selbstverständlich trotzdem problemlos in Ilvesheim erledigt werden.

 

Hauptamt

  • Hauptamtsleiter: Marc Schneider ist von der Stadt Waghäusel zu uns seit 1. Mai gekommen.
  • Viele Ehrenamtliche fragen sich immer wieder, wer im hauptamtlichen Bereich für was zuständig bzw. ansprechbar ist. Der RNK hat auf einer seiner Veranstaltungen jetzt eine Übersicht herausgegeben, für was die Sozialarbeiter, die Integrations-manager und die kommunalen Integrations- und Flüchtlingsbeauftragten zuständig sind. Diese Übersicht erscheint uns äußerst hilfreich.

    Die Sozialarbeiter des RNK sind für die soziale Beratung in der vorläufigen Unterbringung zuständig, die Verantwortung der Integrationsmanager liegt im Bereich der Anschlussunterbringung. Im Detail haben Integrationsmanager folgende Aufgaben:

o Unabhängige Einzelfallberatung/-hilfe zu allen Fragen des alltäglichen Lebens

o Unterstützung zur selbstständigen Lebensführung und gesellschaftlichen
   Teilhabe; Hilfe zur Selbsthilfe

o Vermittlung an Regeldienste, Fachstellen

o Asylverfahrensberatung

o Vermittlung in Sprachkurse

o Durchführung von sozialpädagogischen Aktivitäten

o Rückkehrberatung (nur Sozialarbeiter)

o Einzelfallgespräche über die individuelle schulische und berufliche Planung

o Unterstützung bei verschiedenen Antragstellungen

o Information und Heranführen an zivilgesellschaftliche Strukturen und Vereine
   (imEinzelfall)

o Anmeldung/Vermittlung in Kindergärten, Schulen

o Heranführung an geeignete Angebote von Ehrenamtlichen (im Einzelfall)

o Organisation von VwV-Deutschkursen in Kooperation mit der Stabsstelle
   Integrationo Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort

o Aufsuchende, niederschwellige und kultursensible Beratung. Die Beratung ist
   an den Bedürfnissen der zu Beratenden ausgerichtet (nur Integrations-

   manager)

o Entwicklung, Auswertung, Überprüfung, Fortschreibung von Integrations-

   plänen für Geflüchtete in regelmäßigen Gesprächen (nur Integrations-

   manager)

Die kommunalen Integrations- und Flüchtlingsbeauftragten haben folgende Aufgaben:

o Erhebung und statistische Auswertung integrationsrelevanter Kennzahlen

o Organisation von VwV-Deutschkursen in Kooperation mit der Stabsstelle

   Integrationo Vernetzung mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort

o Strategische Entwicklung der kommunalen Integrationsarbeit

o Förderung gesellschaftlicher Teilhabe und Chancengleichheit

o Zentrale Anlauf-, Koordinierungs- und allgemeine Informationsstelle für alle

   Integrationsangelegenheiten (nicht auf den Einzelfall bezogen)

o Koordinieren, bündeln und mitsteuern lokaler Integrationsarbeit

o Bestandsaufnahme und Transparenz über Integrationsangebote schaffen

o Öffnung von Zugangswegen für die jeweilige Zielgruppe

o Information über lokale Maßnahmen/Öffentlichkeitsarbeit

o Aufbau und Organisation von Netzwerkarbeit

o Entwicklung eines kommunalen Integrationskonzepts

o Initiierung von Integrationsprojekten

o Einrichtung und Leitung lokaler Runder Tische

o Unterstützung ehrenamtlichen Engagements als Schnittstelle zwischen  
   Ehren- und Hauptamt 


 

Unsere Integrationsmanagerin, Frau Schütt, ist beim DRK angestellt. Finanziert wird sie durch ein zweijähriges Sonderprogramm (Anschubfinanzierung für 2 Jahre) des Landes BW, sowie Geldern der Gemeinde Ilvesheim. Die Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte für Ilvesheim ist Frau Urbanski.

 

Da Ilvesheim eine kleine Gemeinde ist, die mit sehr begrenzten Ressourcen arbeitet, wurden hier (siehe auch letzte „Neuigkeiten“ im Organigramm) die Aufgaben etwas anders verteilt. Wie die tatsächliche Wahrnehmung der einzelnen Aufgaben in der Realität aussieht, überlassen wir gerne deiner persönlichen Einschätzung. Um mehr Klarheit über die Aufgabenverteilung in Ilvesheim zu bekommen, haben wir eine Anfrage an denBürgermeister gestellt. Es ist natürlich für uns alle ein großer Vorteil, wenn wir die Antwort über das „wer macht was?“ dann auch an alle weitergeben können.

 

Rhein Neckar Kreis

Neuregelung für Krankenscheine für Asylbewerber



Die Leistungsabteilung des RNK hat seit 1.04. das Procedere mit den Krankenscheinen um. Die Behandlungsscheine werden nicht mehr den Geflüchteten übergeben, sondern direkt an die Arztpraxis geschickt. Der geflüchtete Mensch muss dazu bei der Verwaltung des RNK (Sozialarbeiter) Bescheid sagen, dass er einen Arzttermin hat und bei welchem Arzt der Termin ist. Die Anfrage kann persönlich, per Telefon oder Email erfolgen. Hintergrund zu dieser Regelung ist u.a.: der „Handel“ mit Krankenscheinen soll unterbunden werden.

 

Politik

Baden-Württemberg hat erfolgreich dafür geworben, die sogenannte 3+2-Regelung für geflüchtete Auszubildende ohne Schutzstatus auch auf einjährige Helferberufe auszuweiten, um Rechtssicherheit sowohl für Geflüchtete als auch für ausbildende Betriebe zu schaffen. Die Regelung bedeutet: während der Ausbildung eine Duldung und anschließend ein zweijähriges Aufenthaltsrecht für die Beschäftigung im erlernten Beruf. Manne Lucha, Minister für Soziales und Integration in Baden-Württemberg: „Ich freue mich, dass unsere Forderung jetzt fast wortgleich im neuen Koalitionsvertrag in Berlin aufgegriffen worden ist. Das ist ein gutes Signal an alle geflüchteten Menschen, die sich integrieren, die Sprache lernen und eine Ausbildung beginnen wollen.“ Achtung! Noch ist die Gesetzeslage unverändert. Aber wir sind guter Hoffnung.

 

AnKER-Zentren: In ihrem Koalitionsvertrag hat die neue Bundesregierung viele neue Regelungen im Hinblick auf die Flüchtlingspolitik formuliert. Darunter findet sich auch die Entscheidung, Geflüchtete zukünftig für die Dauer ihres Asylverfahrens und Menschen mit abgelehntem Asylantrag darüber hinaus bis zu ihrer Abschiebung in sogenannten AnKER-Zentren unterzubringen. Nur noch Personen mit einer nicht weiter definierten „guten Bleibeprognose“ sollen noch auf Landkreise und Kommunen verteilt werden. Viele Verbände und Organisationen kritisieren die Zentren als integrationsfeindlich und fürchten zahlreiche menschenrechtliche Einschränkungen. Geplanter Start dieser Einrichtung ist im Jahr 2019. Wir sind gespannt, ob das alles wirklich zur Umsetzung kommt und welche Konsequenzen es für eine Gemeinde wie Ilvesheim haben wird.

 

Integrationskonzept

„Wunderbare Zukunft“116 Seiten

... das ist nicht jedermanns Sache. Kleiner Einblick in die Themen:

  • „Was ist Integration?“ – richtungsweisende Definition für die Integrationsarbeit im RNK
  • Warum fördern wir Integration? - Beschreibung der Vorteile für die gesamte Bevölkerung
  • Kommunale Integrations- und Flüchtlingsbeauftragte, sowie Integrationsmanagement – ausführliche Beschreibung der Aufgabenbereiche und Abgrenzung zueinander
  • Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe (Seite 45) - Beschreibung der Rolle der Ehrenamtlichen
  • Zahlreiche Maßnahmen zu „Ausbildung & Arbeit“, Sprachförderung, Kinder-, Jugend- und Familienbildung, Gesundheit, Gesellschaftliches Zusammenleben

So, das war unser zweiter Versuch Neuigkeiten bei den Aktiven im Arbeitskreis zu verbreiten. Zu viel? Zu wenig?Oder du vermisst genau das Thema, das dich am meisten interessiert. Am besten wär’s wenn du, egal welcheKommentare, Fragen oder Anregungen und Ratschläge du dazu hast, einfach mal an redaktion@integration- ilvesheim.de zurück schreibst. Wir wären sehr, sehr dankbar dafür!