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Neuigkeiten für alle Aktiven Juni 2018

Liebe Freunde und Mitstreiter, 

Wir informieren dich von Zeit zu Zeit über aktuelle Themen rund um unsere Arbeit. Falls du das nicht möchtest, gib bitte einfach eine kurze Rückmeldung. Wir nehmen dich dann selbstverständlich sofort aus diesem Verteiler raus.

 

Kurznachrichten

Seit 25. Mai ist die neue Datenschutz-Grundverordnung DSGVO der EU in Kraft. Da wir deine Daten auch elektronisch verarbeiten, hast du ebenfalls ein Recht darauf zu wissen, wie das geschieht und ob wir die entsprechenden Maßnahmen auch getroffen haben. Wir werden dich dazu in Kürze darüber informieren.

  • Der Umzug von Tessy und Victoria wurde mit großer Hilfe von Doris und den Angehörigen der beiden durchgeführt. Auch die Gemeinde hat mitgeholfen – die Kosten für das Transport Taxi wurden übernommen. Die zwei alleinerziehenden Frauen aus Nigeria wohnen jetzt im gleichen Haus (Ringstraße) und haben genügend Platz für ihre Kinder. Die von der Gemeinde für die Babys bereitgestellten Standardbetten wurden durch gespendete Babybetten aus unserem Einrichtungslager ausgetauscht. 
  • Die neue Krabbelgruppe hat mit großem Erfolg begonnen. Wir haben es geschafft, genau wie es gedacht war, sowohl deutsche wie auch Flüchtlingsfrauen gemeinsam mit ihren Kindern zusammenzubringen. Jetzt müssen wir es noch schaffen, dass der gegenseitige Austausch in der Gruppe auch quer durch die Nationalitäten, und nicht getrennt nach Einheimischen und Flüchtlingen, funktioniert. Außerdem müssen die Flüchtlingsfrauen noch lernen, selbstständig zu den Treffen zu kommen. Bisher wurden sie abgeholt und hingebracht. Alle Infos bei krabbelgruppe@integration-ilvesheim.de.
  • Das Thema "Führungszeugnis" für alle Ehrenamtlichen, die mit Kindern arbeiten, hat nach einigen Hürden den richtigen Weg gefunden. Frau Gropp vom Hauptamt hat die Sache jetzt in der Hand und sehr schnell reagiert. Freude! Jeder dieser Ehrenamtlichen, der noch kein aktuell gültiges erweitertes Führungszeugnis besitzt, kann bei ihr ein entsprechendes Schreiben abholen. Mit diesem Schreiben muss die ehrenamtlich tätige Person beim Bürgerdienst/Bürgerbüro seiner/ihrer Wohnsitzgemeinde das Führungszeugnis beantragen. Das Zeugnis wird dem/der Betroffenen an seine Wohnsitzadresse übermittelt und ist nach Erhalt bei Frau Gropp vorzulegen. Wir sind froh, dass wir und unser Träger jetzt dieser Verpflichtung nachkommen. Falls du Fragen dazu hast, wende dich bitte direkt an hausaufgaben@integration-ilvesheim.de.

  • Angela unterstützt jetzt auch die Integrationsmanagerin in Leimen mit ihren Erfahrungen aus 3 Jahren ehrenamtlicher Arbeit bei der Hausaufgabenbetreuung von Flüchtlingskindern. Dort soll HA-Hilfe an zwei Schulen aufgebaut werden.Der Kontakt kam über unsere Website www.integration-ilvesheim.de zustande.
  • Beim Thema Deutschunterricht für unsere Ilvesheimer Flüchtlinge hat eine Entwicklung stattgefunden, die wir so nicht vorhergesehen hatten. Wir haben heute 4 Lehrer bei unserem regelmässig angebotenen Unterricht im Hirsch und, zusätzlich zu den allgemeinen Kontakte mit Paten, mind. 7 weitere Personen, die jeweils einzelnen Flüchtlingen helfen, Deutsch zu lernen. Dabei handelt es sich um eine jeweils auf den individuellen Fall zugeschnittene Unterstützung, die auf Konversation allgemeiner Art oder auch z. B. als direkte Hilfe im laufenden B2 Kurs bzw. zur Prüfungsvorbereitung stattfindet. Es sieht so aus, als wenn die eher allgemeine Unterstützung ideal ist für Anfänger. Später ist der Bedarf allerdings individuell sehr verschieden und erfordert deshalb auch eher individuell zugeschnittene Maßnahmen. Wir machen uns Gedanken wie wir damit in Zukunft umgehen sollen.

  • Bei der Vereinsvertretersitzung am Dienstag, 26. Juni 2018 im JUZ wird Dieter Münster unsere Interessen vertreten. Vereine können einen wertvollen Beitrag bei der Integration von Flüchtlingen leisten. Allerdings findet bisher praktisch keine Zusammenarbeit zwischen dem AKI, den Flüchtlingen und den Vereinen in Ilvesheim statt. Wir wollen hier eine Zusammenarbeit auf den Weg bringen. Falls du dazu Ideen, Kommentare oder Input für Dieter hast, melde dich bitte direkt bei dieter.muenster@integration-ilvesheim.de

Familiennachzug 

Für subsidiär Schutzberechtigte ist es durch die aktuellen politischen Veränderungen nicht mehr klar wie das Thema nun gehandhabt wird. Eigentlich ist pro Monat ein Maximum geplant – und niemand weiß, wie die „Glückskinder“ ausgewählt werden. Eigentlich galt eine Sperrfrist bis 16. März, die um 3 Monate verlängert wurde. Und eigentlich musste eine „fristwahrende Anzeige“ innerhalb von 3 Monaten gestellt werden. Nun weiß niemand, ob das auch in Zukunft noch notwendig sein wird und welche diese 3 Monate sind. Ab März oder ab Juni? Die Diakonie: wir wissen es momentan auch nicht. Am besten jetzt eine und später dann nochmal eine machen. Der Anwalt: keine Ahnung.

 

Nun haben wir einen konkreten Fall. Die Anfrage ging mit Unterstützung unserer Integrationsmanagerin, Frau Schütt, ans Landratsamt. Und die Antwort ist: Grundsätzlich wird derzeit noch keinem Familiennachzug zu Personen mit subsidiärem Schutz seitens der Deutschen Botschaften zugestimmt. Wenn die gesetzlichen Voraussetzungen in Kraft getreten sind… Unser Fazit: … die wissen’s auch nicht… Also, erst mal abwarten?

 

 

Immer uffbasse

  • Fotos von unserem Café der Kulturen haben wir bisher auf unserer Website veröffentlicht. Nun hat sich eine Person gemeldet, die nicht möchte, dass wir Fotos von ihr auf unserer Website veröffentlichen. Selbstverständlich nehmen wir darauf Rücksicht und haben die Internetseite entsprechend bereinigt. Der gleiche Artikel war allerdings auch im Ilvesheimer „Blättle“ abgedruckt – und das lies sich natürlich nicht mehr rückgängig machen. Wir bitten um Entschuldigung. Wir wissen noch nicht, wie wir in Zukunft mit diesem Thema umgehen werden. Zum einen glauben wir, dass Fotos unsere Berichte wirklich bereichern und einen Eindruck von diesen öffentlichen Veranstaltungen verstärken können – zum anderen möchten wir natürlich auch dem Recht am eigenen Bild Rechnung tragen. Wir werden das Thema im Lenkungskreis diskutieren. Wenn du persönlich auch mit deiner Meinung beitragen möchtest, melde dich gerne oder schreib deine Meinung einfach in den Chat. Dieter hat dort schon dazu seinen Beitrag eingetragen.

  • ACHTUNG! BETRUG! Es gibt jetzt eine dreiste Betrugsmasche, die besonders auf Geflüchtete zielt. Über den Anbieter ImmobilienScout24 werden Wohnungen angeboten. Zeigt ein Geflüchteter Interesse, wird vorgegaukelt, der Vermieter musste kurzzeitig weg. Es werden Bilder der Wohnung gesandt, und es wird angeboten, dass man nach Zahlung von zwei Monatsmieten den Schlüssel zugesandt bekommt. Unsere Freunde in Weinheim haben in einem konkreten Fall die Polizei eingeschaltet.

Ramadan Quelle: Münchner Merkur (05.05.18) Seit 16. Mai ist wieder der Fastenmonat Ramadan für gläubige Muslime auf der ganzen Welt. Er dauert 4 Wochen, d.h. er endet am Abend des 14. Juni. Im Islam richtet sich die Zeitrechnung nach dem Mondkalender. Der neunte Mondmonat im islamischen Mondjahr heißt Ramadan. Wegen des Mondzyklus verschiebt sich jedes Jahr der Fastenmonat um 10 oder 11 Tage. Das Ende des Ramadans ist einer der wichtigsten muslimischen Feiertage: das Fastenbrechfest - Id al-Fitr(arabisch), Ramazan Bayrami (türkisch). Dieses Jahr: 15.-17. Juni. Es steht ganz im Zeichen der Familie, auch die Kinder freuen sich sehr auf das Fest, denn es gibt Geschenke und viele Sachen zum Naschen. Weil es viele Süßigkeiten gibt, wird das Fest auch Zuckerfest genannt. Während des Ramadan wird das tägliche Fasten nach dem Abendgebet mit dem Iftar, einem festlichen Abendessen, gebrochen.

 

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Regeln:

  • Muslime sollen im Ramadan fasten, mehr beten und für wohltätige Zwecke spenden.
  • Von der Fastenpflicht sind Reisende, Kinder, Altersschwache, Kranke und Schwangere befreit.
  • Menschen mit einer anstrengenden Arbeit müssen während des Ramadan nicht fasten.
  • Von Sonnenauf- bis Sonnenuntergang ist Essen und Trinken komplett untersagt (bei uns dieses Jahr also von ungefähr 5 Uhr bis 21 Uhr).
  • Rauchen ist tagsüber verboten.

Die erste Hochzeit von Flüchtlingen ist in Ilvesheim geplant. Die Verlobte eines Flüchtlings hat es geschafft, nach Deutschland zu kommen. Nun ist die standesamtliche Trauung vorgesehen. Allerdings sieht es damit erst mal gar nicht gut aus. Beide verfügen nicht über die erforderlichen Geburtsurkunden. Jetzt wird versucht, diese über Familienangehörige zu beschaffen. Ob das gelingt ist leider sehr ungewiss. Mit einer „wilden Ehe“ sieht es auch nicht gut aus, da sie wegen der Wohnsitzauflage in verschiedenen Städten wohnen müssen.

 

In diesem Zusammenhang wurde auch die Familienplanung angesprochen. Beide möchten damit sehr gerne noch warten, weil sie zunächst besser Deutsch lernen möchten und eine Ausbildung machen wollen. So erschien es sinnvoll, auch dieses Thema anzusprechen. Dabei fiel auf, dass Kenntnisse über Schwangerschaft, Geburt und Verhütung so gut wie gar nicht vorhanden sind. Wir haben sehr gutes Informationsmaterial dazu in den Sprachen gefunden, die von Flüchtlingen verstanden werden und entsprechende Informationen an die beiden übergeben. Mehr Infos findest du bei unserer AG Arzt und Gesundheit.

 

Hebammenberatung in der offenen Sprechstunde - eine Anlaufstelle für erste Fragen während der Schwangerschaft und auch nach der Geburt des Kindes. Auch nach der Wochenbettbetreuung gibt es für Eltern immer wieder viele Unsicherheiten. Die Sprechstunde kann im gesamten ersten Lebensjahr des Kindes besucht werden, um weitere Fragen rund um Pflege, Ernährung und Entwicklung des Babys zu besprechen. Für die besonderen Bedarfe von geflüchteten Frauen steht eine Sprachmittlerin für arabisch sprechende Frauen zur Verfügung. Jeden Mittwoch von 10:00 bis 11:00 Uhr kann die Sprechstunde ohne Anmeldung und Kosten in der Hauptstr. 72 bei der Diakonie in Weinheim besucht werden.

 

Im Koordinierungskreis Ausbildung und Beruf wurde am 15.Mai über das weitere Vorgehen bezüglich zusätzlicher Sprach- bzw. Bildungsangebote für Flüchtlinge mit und ohne Ausbildungsplatz gesprochen. Bei dem Treffen haben sich zwei zentrale Herausforderungen herauskristallisiert:

1.       Der Übergang Schule-Ausbildung

2.       Die schulische Leistung der Azubis in den Berufsschulen

In beiden Fällen sind zusätzliche Bildungsangebote von Nöten um zu gewährleisten, dass die Personen nicht die Ausbildung abbrechen bzw. überhaupt eine Chance auf einen Ausbildungsplatz bekommen. Im nächsten Schritt sollen und das Gespräch zu Berufsschullehrern gesucht werden, um zu erfahren wie man ein solches Vorhaben umsetzen könnte. Außerdem soll auch beim Kreis angefragt werden ob die Finanzierung eines solchen zusätzlichen Bildungsangebot theoretisch denkbar wäre. Auch mit Freudenberg soll Kontakt aufgenommen werden, da dieses Unternehmen ein entsprechendes Bildungsangebot bereits erfolgreich umgesetzt hat.

Es gibt jetzt bereits eine erste konkrete Möglichkeit: für diejenigen, die im Herbst eine Ausbildung anfangen, gibt es die Möglichkeit eines Intensivsprachkurses im Vorfeld. Informiert sind die Berufsschulen, die HWK, die IHK und das Jobcenter. 175 Unterrichtseinheiten vom 16. Juli bis 31. August. Mehr Infos: Petra Staufer.

 

Beim AK Treffen erschienen beim letzten Mal ungewöhnlich wenige Teilnehmer (siehe Protokoll). Grund kann in der Tatsache liegen, dass der Termin äußerst kurzfristig verschoben wurde, sowie des bevorstehenden Brückenwochenende. Trotzdem werden wir das Gefühl nicht los, dass das Interesse eher abnimmt. Wir möchten aber natürlich keine Treffen veranstalten, die dich gar nicht interessieren. Wir wollen gerne auf deinen Bedarf und deine Wünsche eingehen und auch ganz neu über diese Treffen nachdenken. Voraussetzung dafür wäre allerdings, dass du uns auch darüber informierst. Schreib gerne etwas im Chat auf der Homepage oder melde dich hier direkt an uns: Lenkungskreis@integration-ilvesheim.de 

 

Neue Termine und neue Wege

  • Beim Café der Kulturen am 19. Juni werden wir dem Kulturanspruch mal auf besondere Weise gerecht. Es treten 2 Chöre auf. 
  • Und am 17. Juli wird das PARK-Café der Kulturen im Park der Heinrich Vetter Stiftung stattfinden.

Schönen Sommer!

 

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Euer Lenkungskreis