August 2017

 

Spiel und Spaß auf der alla hopp Anlage

 

Ein Nachmittag für Kinder mit Cocktails – alkoholfreien – natürlich.

 

Ein Nachmittag mit vielen leckeren Getränken selbst gemischt und viel besprochen, konnten die Kinder an diesem Nachmittag genießen. Das Wetter war bestens und der Schatten hilfreich und so konnten die Organisator*innen, das Team der Hausaufgabenbetreuung des AK Integration Ilvesheim sagt JA und dem JUZ/Ferienspiele Organisator, Herrn Christian Hölzing, eine herausfordernde Nachmittagsleckerei anbieten. Eingeladen waren Kinder durch das Ferienspiele-Programm der Gemeinde Ilvesheim und speziell geladen waren die Kinder der Schutzsuchenden. An Tischen wurde leckere Knabbereien und Kuchen angeboten und dabei auch kräftig die Säfte und Farben gemischt, um Cocktails mit tropischen Namen herzustellen. „Bekommst du den blauen Ring hin?“ „Was ist ein blauer Ring im Becher?“

 

Solche Diskussionen entstanden schnell beim Mixen, Mischen und Zusammenschütten der Cocktails aber auch beim Lachen, Balancieren, Rennen und Karussell drehen. Die Sprachmischung bei Kindern und Erwachsenen klang noch ein bisschen abenteuerlich und trotzdem klappte das Verstehen, Spielen und Miteinander sehr gut und die fröhliche Stimmung steckte an.

 

Die Kinder hatten viel Freude miteinander und genossen sichtlich die „Bar am Nachmittag“ und die Erwachsen konnten sich ebenfalls und gegen eine Spende stärken. Das Spendengeld ging an den Förderverein „FortSchritt“ in St. Leon-Rot. Dieser unterstützt bewegungsgestörte Kinder mit Therapien, damit sie auf „eigenen Füßen“ stehen können.

 

Unser Dank gilt den Organisatoren der Ferienspiele und besonders der Hausaufgabenbetreuung des AK und dem JUZ Leiter, die diesen fröhlichen Nachmittag möglich machten.

 

 

 

Doris Hartmann

 

Juli 2017


 

Katholisches Kindergartenfest UND Ein Arbeitskreis stellt sich vor.

 

Eine Stellwand mit einer Karte der Weltkugel und vielen roten Klebepunkten steht auf der Terrasse, darauf wurde das Besucherauge gelenkt und sollte neugierig machen.

 

Zum katholischen Kindergartenfest Sommer 2017 war der AK Integration Ilvesheim sagt JA eingeladen, um sich und seine Arbeit vorzustellen. Vielen Dank dafür.

 

Wer wir sind und was wollen wir - in Kürze:

 

Frauen und Männer aus Ilvesheim und Nachbargemeinden kümmern sich ehrenamtlich um unsere neu angekommenen Flüchtlinge, Geflohenen, Asylsuchenden, Neubürger und unterstützen sie dabei in der deutschen Kultur aber auch in Ilvesheim anzukommen und ihren eigenen Weg zur Integration zu finden.

 

Den Kindergartenkindern, Eltern und Besuchern konnten wir aufzeigen, wie viele Menschen und Nationen bei uns in Ilvesheim wohnen und darüber ins Gespräch kommen. Von unserer Arbeit zu erzählen, das war unser Anliegen.

 

Unsere syrische Familie mit ehemals einem Bäckereigeschäft in der Heimat spendierte uns zum Versuchen eine große Schachtel syrisches Konfekt/Kekse, die sehr lecker waren.

 

Unsere pakistanische Familie kam gleich mit 5 Personen in ihrer farbenfrohen und andersartigen, landestypischen Kleidung. Sie freuten sich sehr über die Einladung und die Gelegenheit einmal bei einem Kindergartenfest dabei zu sein.

 

Was tun wir – in Kürze: Hausaufgabenbetreuung, Spielenachmittage, Deutschunterricht, Fahrrad-Werkstatt und sehr viele weitere Hilfen z.B. in Form von Kleinkinderbetreuung und Patenschaften, das sind die Überbegriffe unserer Tätigkeiten. Sie sind mit vielen praktischen Einsätzen verbunden und bereiten manchmal viel Arbeit und Zeit aber auch sehr viel Freude. Neue und interessante Erkenntnisse entstehen aus dieser Zusammenarbeit. Spaß an fremden Kulturen, die Lebensfreude und der Humor der Menschen bestärken uns immer wieder aufs neue bei dieser ehrenamtlichen Aufgabe dabei zu bleiben.

 

So wird im September erneut das Café der Kulturen stattfinden, zu dem wir jetzt schon herzlich einladen. Details werden noch bekanntgegeben. Aber auch die monatlichen Treffen des Arbeitskreises jeweils am 3. Mittwoch des Monats (nicht im August) stehen Ihnen offen und Sie sind eingeladen bei uns mitzuarbeiten. Jede Hilfe ist willkommen und eine gute Investition in unsere Ilvesheimer Gemeinschaft.

 

Wir waren beim Kiga Fest nicht zu übersehen und danken dem Kindergartenteam für die freundliche Aufnahme und Unterstützung einen kleinen Teil unserer Arbeit vorzustellen zu dürfen.

 

 

 

Margarete Zitzelsberger

 


Februar 2016

 

< HERZ UND KOPF GEHÖREN ZUSAMMEN >

Die Thematik Völkerwanderung ist allen bekannt. Über eine Million Menschen sind inzwischen in der Bundesrepublik angekommen, über einhunderttausend in Baden-Württemberg.

Eine echte Herausforderung für unser Land , aber auch für unsere Gemeinde....

Im Oktober 2015 hat Bürgermeister Andreas Metz, in Anbetracht der Tatsache globaler Krisen, dass Flüchtende auch unserer Gemeinde vom RNK zugewiesen werden, die Bürgerschaft zu einer ersten Veranstaltung ins Rathaus eingeladen, mit der Bitte um Verständnis und Unterstützung im Alltag.

DAS MITEINANDER WILL GELERNT SEIN

Nach diesem ersten Treffen im Rathaus mit nachvollziehbaren Informationen und einem regen Austausch, signalisierten über 80 Personen, bunt gemischt aus ganz Ilvesheim, dass sie zur Mitarbeit und Hilfe bereit sind. Kurze Zeit später formierte sich ein fester Arbeitskreis (AK) mit 20 Mitgliedern, benannten Doris Hartmann und mich als Sprecher, die Aufgabenschwerpunkte im Team für die nächsten Monate festzulegen.

Um die Integration gut vorzubereiten, trifft sich der AK monatlich mittwochs im Saal des Bürgerhauses, ab März im Witz-Keller. Eingeladen haben wir zu zwei öffentlichen praxisbezogenen Gesprächsrunden mit kompetenten Referenten (Hans-Hermann Büchsel, Mitglied der Initiative Kirchheim (HD) sagt JA! und Manfred Beuchert, Referatsleiter im Regierungspräsidium Karlsruhe). Beide Veranstaltungen waren gut besucht und erfreulich, immer mit weiteren AK-Mithilfeangeboten, sodass wir aktuell auf fast 100 Personen im EHRENAMT mit verschiedenen Aufgabenschwerpunkten und Einsatzgebieten zurückgreifen können, wenn unsere Aufgaben richtig beginnen. Wenn es gilt, als Gemeinschaft sofort auf Anforderungen und Wünsche der neuen Mitbürger*innen reagieren zu können, die ersten Hürden gemeinsam zu meistern....

Zunächst jedoch war das Rathaus gefordert, die UNTERBRINGUNG und die VERSORGUNG zu organisieren. Die Zusammenarbeit zwischen Gemeinde und AK ist von gegenseitigem Vertrauen geprägt, der Bürgerdienst ein wichtiges Bindeglied. In der Gemeinde leben bisher 13 Personen im Familienverbund.

Im März erwartet die Gemeinde 40-50 Neuankommende, ob Männer oder Frauen, Familien mit Kindern, ist noch nicht bekannt. Weitere Prognosen sind noch zu früh, Zuzüge aber zu erwarten.

Gemeindliche Wohnräume kann die Gemeinde derzeit aus eigenem Bestand zur Verfügung stellen, weitergehende Lösungen sind von Verwaltung und Gemeinderat angedacht und in Bearbeitung, wichtig auch hinsichtlich einer zukünftigen Anschlussunterbringung.

Im weiteren Verlauf ist es unser aller Aufgabe, die INTEGRATION derjenigen zu erleichtern, zu meistern, die mit uns in Ilvesheim leben werden.

Wir besuchen Seminare und Vorträge, informieren uns bei Arbeitskreisen der Region, die bereits Erfahrungen gesammelt haben.

JA – DIE INTEGRATION GEHT NUR GEMEINSAM

Unser Bestreben daher auch, unser Netzwerk von engagierten Personen weiter auszubauen und funktionstüchtig zu halten. Je mehr Menschen mithelfen, desto einfacher ist zusammen mit der Gemeindeverwaltung und dem Gemeinderat, diese Herausforderung zu organisieren.

Damit aber ein Zusammenleben und arbeiten überhaupt gelingen kann, steht das Erlernen der DEUTSCHEN SPRACHE an erster Stelle, eine Aufgabe für Einzelpersonen oder im Familienbund. AK-Mitglieder bieten diese Kurse bereits im Rathaus kostenfrei und regelmäßig an, erfreulich, auch weitere Damen und pensionierte Lehrkräfte haben wir inzwischen in unseren Reihen.

Eine diskutierte Verpflichtung deutsch zu lernen, setzt jedoch entsprechende Voraussetzungen aus: Bundesweit sind die Sprachkurse überfüllt, noch mangelt es an qualifizierten Lehrern*innen und Einrichtungen.

Auch das frühzeitige Erkennen von Kompetenzen und Potenzialen von Flüchtlingen wäre ein Schub für die Integration.

In unseren Überlegungen spielen auch zukünftige Angebote nicht nur für Flüchtlinge, sondern gemeinsam mit Flüchtlingen, eine wichtige Rolle.

So ist das rege örtliche VEREINSLEBEN für eine starke Mitarbeit zu gewinnen, zu überzeugen, dass beide Seiten mit der Zeit davon profitieren, unter dem

Motto < TEILHABEN AN UNSEREM LEBEN > AN SPORT-MUSIK-KULTUR – im ALLTAG, als HILFE zur SELBSTHILFE, dies steht demnächst mit im Vordergrund unserer Bemühungen. Wurde auch bereits von verschiedenen örtlichen Institutionen oder auf privater Basis mit Erfolg angeboten.

Wie bereits benannt, bestehen in unserer Bevölkerung unterschiedliche Auffassungen, wie Flüchtlings- und Einwanderungspolitik im Einzelnen aussehen soll. Diese Kritik nehmen wir ernst, begegnen wir offen.

Aber auch von Flüchtlingsseite gibt es Beispiele eines gewissen Anspruchdenkens, so über die Wohnqualität, die Ausstattung und mehr. Auch die Arbeitsmöglichkeiten sind stark eingeschränkt, eigentlich unbefriedigend nicht nur für Personen, denen ein längeres Bleiberecht eingeräumt wurde.

Einigkeit sollte aber zumindest darin bestehen, dass wir alle zunächst Menschen als Menschen begegnen:

Mitgefühl und Kritik passen gut zueinander und können nebeneinander gedeihen, denn Herz und Kopf gehören zusammen!

Wir, der AK, sind keine GUT MENSCHEN mit indifferentem MULTI KULTI Verständnis, vielmehr verkörpert unser Leitbild ein Zusammenleben in wechselseitiger Achtung auf Basis gemeinsam geteilter Werte. Wir müssen die Herausforderungen einer Migration- und Integrationsgesellschaft annehmen und danach trachten, dass ein Zusammenleben einer demokratischen Gesellschaft mit ethnischen und religiösen Mitbürgern*innen funktioniert.

 

So ist es auch eine unserer Aufgaben als AK, die Werteordnung Deutschlands nachvollziehbar darzustellen, wie Gleichberechtigung, Meinung - und Religionsfreiheit. Es ist nicht nur ein Gebot des Asylrechts, sondern vor allem Menschlichkeit, die ankommenden Flüchtenden in unserer Gemeinde zu unterstützen, gemeinsame Werte zu vertreten und zu stabilisieren:

Eine GESELLSCHAFTLICHE AUFGABE mit RESPEKT als wichtigste Tugend.

 

Aber auch gegenüber unseren alten Menschen, diese nicht auszugrenzen, deren Würde zu achten und die bisherige notwendige Unterstützung zu Gunsten der Aufnahme von Flüchtenden zu vernachlässigen.

All dies bedarf der Bereitschaft der Politik, rasch sehr hohe finanzielle Mittel bereit zustellen und auch auszuzahlen, für Ankunft und möglichst zeitgleich auch in den Wohnungsbau, ebenso in den Arbeit -und Bildungsbereich. Dies zu negieren, hieße viele Euros phantasielos für Fehlausgaben zu verschwenden...

Ein gewichtiger Fakt, mit Zustimmung Deutschlands, die drastische Kürzung für Lebensmittel. Die Vereinten Nationen haben wegen Geldmangels damit begonnen, ihre Lebensmittelhilfe für die Bevölkerung in Syrien zu reduzieren. Die Hilfsleistungen wurden um 40 Prozent gesenkt, sagte Elisabeth Rasmusson vom Welternährungsprogramm (WFP). Demnach wird die UN-Organisation zwar wie bisher Lebensmittel an 4,2 Millionen Menschen in Syrien verteilen, doch werde sie die individuelle Menge stark reduzieren. Eine irrationale Fehlentscheidung, wie man heute weiß, denn dadurch wurde die Flucht zu einer Völkerwanderung.

Was auch wenig zur Kenntnis genommen wird: Die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein Westfalen tragen 50 % des Etats für Flüchtlinge in Deutschland

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Dies ist ein Situationsbericht über die ersten Schritte des Arbeitskreises

Ein besonderer Dank gebührt dem gesamten AK für die gezeigte Geschlossenheit, für Ideenreichtum und die Einsatzbereitschaft mit Blick auf kommende Aufgaben!

 

Für Fragen und Anregungen sind wir gerne Ihre Ansprechpartner,

 Dieter Münster und Doris Hartmann / Postfach 1153 / 68549 Ilvesheim

 

www.integration-ilvesheim.de

 

 

Stand: Februar 2016 / mü

 

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