Bezüglich Informationen zum Coronavirus siehe unter Informationen

 



Integration ist einfacher,

 

wenn sich alle daran beteiligen!

 

  

Nichts macht glücklicher als anderen zu helfen!

 

Engagier dich für Flüchtlinge in Ilvesheim! Jetzt! Hier!

 

Aktuelle Informationsbroschüre zum Arbeitskreis im
Menü "Wir über uns -> Arbeitskreis Integration"

 

 


INTEGRATIONSKONZEPT 2026: MACHEN SIE MIT!

Integration gelingt nur gemeinsam!
Für die Neuauflage des Integrationskonzeptes ist daher Ihre Meinung gefragt!
Welche Ziele sollten wir im Rhein-Neckarkreis in den nächsten Jahren umgesetzt haben?
Welche Maßnahmen und Projekte dürfen nicht fehlen?
In drei Phasen möchten wir Ihnen zwischen Herbst 2020 und Frühjahr 2021 die Gelegenheit geben,
Ihre Meinung und Ideen ins Bereich Integration einzubringen.
Informieren Sie sich unter www.beteiligung-im-kreis.de über den aktuellen Stand des Beteiligungsprozesses und seinen Sie aktiv dabei!

 


Dank und Ehrungsabend

 

Für den AKI und im Namen von Doris darf ich mich für die Durchführung des Dank-und Ehrungsabend in der  Mehrzweckhalle herzlich bedanken.

 

In Zeiten wie diesen war dies nicht selbstverständlich. 

 

Dankbar sind wir auch unseren Mitgliedern*Innen für den respektablen Besuch, nahezu alle Stühle waren belegt.

 

 < Impressionen >, eine Diaschau mit Motiven über unsere Veranstaltungen über all die Jahre war der Start zu einem allgemein sehr positiv bewerteten und auch stark besuchten Treffen in der Mehrzweckhalle.Es folgte eine Ansprache von Bürgermeister Andreas Metz zu aktuellen örtlichen Themen.

 

Der erste Höhepunkt: Seine Würdigung und Ehrung des gesamten AKI-Hausaufgaben Betreuungsteams auf seinen Vorschlag und mit Zustimmung des Gemeinderates. Hoch verdient, denn dieses Team gestaltete die Patenschaften lebendig und wirkungsvoll mit viel Freude und hohen Drehzahlen. Das führte zu einem wertschätzenden, gleichberechtigtem Miteinander. Diese Auszeichnung war schon viel früher vorgesehen, Covid 19 ließ dies jedoch nicht zu!

 

Ja, es ist ein gutes Gefühl, etwas für die Gemeinschaft zu tun. Und vor allem es ist sinnvoll! 

 

 

Der zweite Höhepunkt: Die lobenden Verabschiedungsworte des Bürgermeisters an Doris und Dieter waren sehr persönlich und wohl gesetzt, die Eintragung ins Goldene Buch von allen Besuchern eine wertvolle Überraschung von Bürgermeister Andreas Metz.

 

Es folgten starke Grußworte vonTatjana Briamonte-Geiser, Bezirks-Beauftragte für Flucht und Migration / Rhein-Neckar Kreis. Ihre Wegbegleitung ist für den AKI sehr wertvoll.

 

Der Integrationsmanager der Gemeinde Ilvesheim, Ulrich Makowski, der die gute Arbeit von seiner Vorgängerin Katharina Schütt nahtlos fortsetzt, hat sehr zu einer Befriedigung im Ort beigetragen, für ALLE ein kompetenter, freundlicher Ansprechpartner! Wir hoffen dass sein Vertrag vom Land Baden-Württemberg fortgesetzt wird!

 

Sein Gemeinderatsmandat in Weinheim hat das Kommen von MdL Ulrich Skerl leider verhindert. Bestimmt hätte er zu der Vertragsverlängerung Auskunft gegeben!

 

Eingeladen waren zahlreiche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung. Unsere Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen läuft inzwischen optimal!

 

Dem gesamten Rathausteam im Zuständigkeitsbereich für Geflüchtete aus allen Abteilungen, gilt unsere Anerkennung. Ebenso richten wir unseren Dank an den Gemeinderat, nicht nur weil dieses Gremium alle Ehrungen befürwortete!

 

Großer Dank gebührt dem JUZ-Leitungsteam, Lena Keil und Christian Hölzing, als Mitverantwortliche für das Café der Kulturen, ebenso den Damen des DRK-Kreisverbandes Mannheim e.V., Sarah Emmerich und Sonja Wawszczak, für die gute Zusammenarbeit.

Ein ganz besonderer Gruß ging an die Fahrradwerkstatt, von Beginn aninitiiert und geleitet von Margarete Zitzelsberger und Dr. Jürgen Liefhold mit großartigem Einsatz im Ehrenamt: Einrichtung, Aufbau, Unterhaltung,  Anschaffungen, einfach Alles wird mit mit großem Können und Leidenschaft erledigt. Oftmals sind helfende Hände mit dabei: Geflüchtete und Ilvesheimerjeden Alters, die aktiv mit schrauben und reparieren. Ein großer Dank gilt auch den vielen Fahrradspenden, bis heute aus Kreisen der Bürgerschaft.

 

Dank Antje Geiter, Leitung ideeller Bereich und Soziales bei der Heinrich Vetter Stiftung, hatte der AKI die Ehre, zwei bekannte  Musikerinnen vorzustellen: Güldeste Mamac und Laila Mahhmoud-feat projekt ihre Künstlernamen: Ihre Instrumente: Geige und Kanun. Beide sind außergewöhnliche Musikerinnen, die westliche und östliche Spielarten der Violine und orientalischer Zither in zwei Auftritten anboten und starken Beifall erhielten.

 

Mit zwei Auftritten, vor und nach einer Pause, erfreuten ein Marschtanz und ein Showtanz der Aktivengarde des Karnevalverein Insulana Ilvesheim e.V. das Publikum.Starker Applaus bedachte den Ausmarsch. Lena Keil sei Dank, als Leiterin der Aktivengarde hat  sie kurzfristig das Mitmachen möglich gemacht! 

Die Pause im Foyer bot belegte Brötchen und Getränke an. Ein erprobtes Team gewährleiste einen perfekten Service!

 

Zum Abschluss leistete Doris Hartmann eine wahre Fleißarbeit: Eine ausführliche Bilanz der sechs-jährigen AKI-Tätigkeit vortragend, mit großer Aufmerksamkeit und viel Applaus bedacht! Ja, es war schon eine bewegte Phase, die der AKI mit Lenkungskreis und vielen engagierten Mitgliedern*Innen mitgestaltete. 

  

Dank gilt auch dem AKI-Lenkungskreis:Angela, Doris, Engelbert, Stefan, Thorsten und Dieter. Dieses Team hält gemeinsam die Organisation am Laufen.

 

 

 

 

 

Mit einem Aufruf des Bürgermeisters, dass baldmöglichst die Positionen von Doris und Dieter neu besetzt werden können, endete ein von allen Besuchern gelobter Verlauf.

 

Herzlicher Dank galt dem tüchtigen Gemeindehelferteam, das zu diesem angenehmen Abend beigetragen hat. Und dem Mannheimer Morgen, Thorsten Gertkemper. Als Nachfolger des Presseurgesteins Klaus Neumann, hat er sich bereits gut eingeführt, ist präsent!

 

                                                                                                - / mü

 

 

< Zur Situation in Ilvesheim > von Doris Hartmann

 

Betreut werden 10 Familien und  22 Kinder, 5 Familien sind weggezogen.

 

Die Betreuten haben sich gut eingelebt. Bei 6 Familien sind die Paten über eine Anrufanforderung noch aktiv.

 

Mit den Jahren sind die der Gemeinde vom Rhein-Neckar-Kreis zugewiesenen Geflüchteten selbständig geworden, sie haben sich organisiert und sind integriert, sind Mitbürger und Mitbürgerinnen. Eine Frau hat sogar eine Ausbildung als Altenpflegerin gemacht.

 

Fünf Männer machen eine Ausbildung, sieben Männer haben Arbeit in verschiedenen Branchen. Unter den Familien sind Freundschaften entstanden. Sie kennen sich, treffen sich auch untereinander. Auch mit deutschen Nachbarn mit Familien mit Migrationshintergrund.

 

Wichtig sind dem AKI die Treffen unserer Mutter-Kind-Gruppe im evangelischen Gemeindehaus. Mitglieder sind Geflüchtete und deutsche Mitbürgerinnen.

 

In der Pandemie treffen sie sich auf Spielplätzen und der Alla Hopp Anlage. Die Organisation obliegt Olga Metz.

 

 Die Hausaufgabenbetreuung in der Friedrich-Ebert-Schule wird von Angela Weisbrod koordiniert, ebenso der Spiele Nachmittag. 

 

Alle Schüler und Schülerinnen konnten inzwischen in die Realschule wechseln, beide Gruppen sind sehr wichtig für ein gelingen der Integration.

 

Auch die Kindergärten leisten einen engagierten Beitrag zur Integration.

 

Eine Erfolgsgeschichte, seit 2019 im Jugendzentrum angesiedelt, ist die Fahrradwerkstatt bis heute, geleitet von Margarete Zitzelsberger und Dr. Jürgen Liefhold.

 

Die Bereitstellung von Wohnraum mit einer Grundausstattung liegt im Zuständigkeitsbereich der Gemeinde. Der AKI ist beim Erstbezug vertreten.

 

Für die von der Bürgerschaft gespendete Möbel, Gebrauchsgegenstände für den Haushalt, Spielsachen und vieles mehr lagern wir in einem Raum im Kellerbereich der Friedrich-Ebert-Schule. Wechselten sich in den ersten Jahren die Transporteure ab, übernahm inzwischen Familie Kohlbrenner mit eigenem Fahrzeug diese Dienstleistung im Ehrenamt,organisiert von Doris Hartmann.

 

Für den AKI können wir mit Zufriedenheit festhalten, dass unsere Aufgaben zielführend waren. 

 

Wir müssen jedoch akzeptieren, dass die Geflüchteten nach sechs jähriger Tätigkeit nunmehr ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Vor allem die jungen Männer, 80 Personen, fühlen sich inzwischen bei unseren Besuchen oftmals bevormundet, sobald wir Ordnung und Sauberkeit ansprechen. Geprägt vom Familienverbund und von der Kultur und den Gewohnheiten des Heimatlandes. Auch gilt es, die Gesellschaftsschicht zu beachten, denn bei den Jungs gibt es Analphabeten und Studenten.

 

Regine Kalkofen, eine tüchtige Verstärkung, von der Gemeinde mit einem Deputat ausgestattet, besucht regelmäßig die angemieteten Wohnungen, spricht und hinterfragt die Jungs. Aber auch sie stößt an ihre Grenzen. Anordnungen und Vorgaben von einer  Frau zu befolgen und sich daran zu halten, geht gar nicht.Bei den Afrikanern kommt noch hinzu, dass sie zum Teil aus Ländern geflüchtet sind mit Strukturen aus dem Mittelalter und treffen in Europa auf das 21. Jahrhundert.Die Freiheiten, die es bei uns gibt, sind sie nicht gewohnt, haben sie so nie kennengelernt. 

 

 Nach ihrer Ankunft bei Fluchtbeginn in 2015 besuchten sie noch regelmäßig das Café der Kulturen, freuten sich über die Angebote bis zum internationalen Buffet. Da hatten sie noch keine Arbeit. Heute ist die Situation, dass die meisten jungen Männer dankenswerter Weise einen Job haben oder einen Ausbildungsplatz als Bäcker, Schneider, Maler, KfZ-Mechaniker und Rettungssanitäter oder gar einen Studienplatz belegen. 

 

Manche haben den Führerschein gemacht, sie arbeiten in der Gastronomie, als Hilfsarbeiter in verschiedenen Branchen und Schichten, also auch abends und nachts! Logisch dass da ein Besuch des Cafés zweitrangig ist, zumal auch eigene Interessen anstehen.

 

 In meinen Gesprächen, wenn ich die Jungs auf der Straße begegne, entnehme ich sehr viel Dankbarkeit für die Hilfe, die der AKI in den Anfangsjahren verstärkt gewährte um Zurechtzukommen und sich Einzugewöhnen. Die einen mehr, andere weniger. Das spiegelt sich auch in der Betreuungsarbeit wieder. 

 Vieles läuft heute in geordneten Bahnen, auch durch die Einstellung eines Integrationsmanagers, mit Büro im Rathaus, im Zusammenwirken mit dem DRK-Kreisverband Mannheim e.V. Dieses Angebot des Landes B-W, finanziell auch unterstützt von der Gemeinde, brachte den Durchbruch für strukturierte Arbeitsabläufe und Verantwortung in der Verwaltung.

 

Führte zu dem Entwurf eines Integrationskonzeptes, auf Vorschlag des AKI zu einem 2. beratenden Ausschuss im Gemeinderat mit dem Titel Integration und Teilhabe und einem Jour fixe Termin mit der Verwaltung und einer Unterstützung und Förderung des Café der Kulturen im Jugendzentrum / JUZ, deren Einrichtungen wir nutzen können. Wichtig auch die personelle Unterstützung der leitenden Personen des JUZ. 

 

Das monatliche Café hat das Ziel, Geflüchtete und unsere Bürgerschaft  zusammenzuführen, unsere Kultur, unsere Gemeindestruktur und das öffentliche Leben vorzustellen, aber auch die Kultur der Geflüchteten aus vielen Ländern der Erde in Erfahrung zu bringen. Das geschieht mit Vorträgen, Musik, Gästen, Brauchtum und einem speziellen Angebot auch für die Jugend, ein Basteltisch steht immer bereit. 

 

Zu Beginn haben wir unsere neuen Mitbürger *Innen noch abgeholt, ebenso haben die Paten verfahren, ein gemeinsamer Austausch war gewährleistet. 

Inzwischen haben wir den Abholservice eingestellt, zumal  unsere Mitbewohner mit der Zeit auch selbständiger wurden. 

 

Auch werben wir vermehrt mit Plakaten über die örtliche Geschäftswelt und werfen Einladungen in die Briefkästen der geflüchteten Mitbewohner*Innen. Ein Schaukasten im früheren Milchhäusl, heute Haltestelle für RNV-Busse, ist eine weitere Informationsmöglichkeit. Eine Weltkarte im JUZ mit Markierung der Herkunftsländer zeigt die Vielfalt der in der Gemeinde mit und ohne Migrationshintergrund lebenden Einwohnerschaft. 

 

Die Corona-Pandemie führte zwischenzeitlich zu einer kompletten Schließung. Im Juli dieses Jahres erfolgte der herbeigesehnte Neustart auf Einladung der Heinrich-Vetter-Stiftung in den Skulpturen Park zum Bürgerfest. Für diese besondere Förderung und die Unterstützung bedanken wir uns sehr.

 

Im September  konnten wir wieder in unser Standquartier in das Jugendzentrum mit gutem Erfolg einladen! Passend zum Herbst war Drachen Bauen und Drachensteigen angesagt. Den zahlreichen Jugendlichen machte das Drachenbauen sichtlich Spaß, wegen mangelndem Wind war das Steigenlassen jedoch nicht möglich, auf ein Neues im nächsten Jahr!

 

Eine Nachricht noch in eigener Sache: Doris und ich, wir sind an unsere Grenzen gekommen: Auch altersbedingt müssen wir unsere Kräfte einteilen. 

Wir denken, wir haben in den sechs Jahre Einiges erreicht, natürlich mit beachtenswerter Unterstützung der AKI-Mitglieder. Wir haben die Vorgaben der Gemeinde nach bestem Gewissen umgesetzt und auch ausgeweitet. Wir werden auf der Suche nach Nachfolgern natürlich keinen Sturzflug machen, aber zum Ende des Jahres werden wir uns aus der vorderen Front zurückziehen.

 

Text: Doris Hartmann / AKI-Sprecherin

 

Impressionen vom Café der Kulturen


AKTUELLER DENN JE   Moria


WERTERHALT- Bildvortrag des Seenotbeobachters Daniel Kubirski

 

Lesbos ist voller Kontraste, hier kann man Urlaub machen in der Sonne liegen und die Zeit genießen, aber wie gut schmeckt einem das noch, wenn man weiß, dass auf dieser Insel auch das größte Flüchtlingslager Europas liegt. Es ist mit 19 000 Menschen, die dort unter unwürdigsten Bedingungen ausharren müssen, hoffnungslos überfüllt.

Aber nicht nur hier sind Menschenrechte und Menschenwürde in eine bedenkliche Schieflage geraten. Griechenland teilt sich eine gemeinsame Grenze im Meer mit der nur wenige Kilometer entfernten Türkei. Von hier aus sind im vergangenen Jahr über 70000 Menschen nach Europa geflohen. Leider schafft dies nicht jeder und die Gründe dafür sind so vielfältig wie abgründig. Weil es dort Verstöße gegen geltendes Recht gibt, ist Mare Liberum mit einem Schiff in diesen Gebiet unterwegs um die Situation vor Ort und so nah dran wie möglich zu dokumentieren. Dieses kleine Schiff von gerade einmal 21 Metern, ist international mit Freiwilligen besetzt und versucht unter anderem auch mit seiner bloßen Präsenz zu verhindern, dass rechtsfreie Räume entstehen, in dem Küstenwachen agieren können wie sie wollen – oft mit illegalen Pullbacks oder Pushbacks. Also mit Aktionen die Flüchtende auf kleinen und unsicheren Booten zurück in die Gewässer außerhalb der EU zurück holen oder sie zurückweisen.

 

Den ganzen Artikel finden Sie hier

 

 


Integrationskonzept kommt!

 

© Artikel aus "Ilvesheim informiert" 

 

Die Erstellung eines Integrationskonzepts für Ilvesheim nimmt spürbar Fahrt auf. Der Entwurf der Gemeinde und die Stellungnahme des Arbeitskreises Integration Ilvesheim (AKI) liegen vor. In einer ersten Zusammenkunft mit Bürgermeister, Verwaltung, Gemeinderäten und dem AKI fand ein reger Austausch statt. Ein erstes Gespräch im Beisein eines externen Moderators konnte inzwischen ebenfalls realisiert werden. 

 

Um ein gutes und auch langfristig tragbares Integrationskonzept zu erstellen, muss die Arbeit am Konzept und auch später die Arbeit mit dem Konzept auf eine möglichst breite Basis gestellt werden. Wir sind überzeugt, dass Integrationsarbeit eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist und alle Bürger*innen betrifft. Daher sollten auch alle die Möglichkeit zur Einflussnahme auf dieses Konzept haben und zur aktiven Mitarbeit bei der Erstellung eingebunden werden.

 

Mithilfe einer Förderung aus der Initiative Allianz für Beteiligung e.V. soll das vorliegende Integrationskonzept nun in einem Bürgerbeteiligungsprozess fortgeschrieben und den aktuellen Begebenheiten angepasst werden. Hierzu plant die Gemeinde so genannte Nachbarschaftsgespräche in Ilvesheim. Dabei ist es ein besonderes Anliegen sowohl Menschen mit als auch ohne Migrationshintergrund einzubeziehen. Angestrebt wird eine Mischung aus Zufallsauswahl und direkter Ansprache mit Unterstützung des Arbeitskreises.

 

Das vorliegende Integrationskonzept bietet bereits eine gute Darstellung des Status Quo der Zuwanderung nach Deutschland und in die Region Rhein-Neckar sowie eine ausführliche Aufstellung der bestehenden Unterstützungsangebote in unserer Gemeinde. Der nun geplante Bürgerbeteiligungsprozess sollte aus unserer Sicht daher genutzt werden, um ein gemeinsames Zukunftsbild der Integrationsarbeit in unserer Gemeinde zu entwickeln und hierfür notwendige Schritte zu skizzieren. Leitfragen für den Dialog mit der Bürgerschaft wären aus unserer Sicht u.a.: Wo steht Ilvesheim beim Thema Integration heute? Was ist gelungen? Was kann noch besser werden? Wo möchte die Gemeinde bei der Integration hin – was soll erreicht werden? Wie sehen die längerfristige Zielsetzung und Vision aus? Was muss geschehen, um sich dieser Zielsetzung zu nähern?

 

Eine wichtige Frage ist für uns auch, wie der Fortschritt bei der Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Ziele überprüft werden kann. Sinnvoll erscheint uns, auch die spätere Umsetzung der Ergebnisse aus dem Bürgerbeteiligungsprozess von einer/m externen Berater*in, begleiten zu lassen. Wir versprechen uns aus den geplanten Nachbarschaftsgesprächen wichtige Impulse für die Integrationsarbeit in unserer Gemeinde, die wir gemeinsam in die Tat umsetzen möchten. 

 

SIE&WIR – gemeinsam helfen verbindet.

 

 

Für den Arbeitskreis Integration/AKI:

 

                                                                    LK  / Thorsten Walther

 

 

 


Was ist eigentlich Integration?

 

Menschen mit Migrationshintergrund verfügen in Bezug auf Bildungserfolge, Sprachkenntnisse, die Ausbildungs- und Erwerbsbeteiligung sowie weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens oft nicht über gleichberechtigte Teilhabe. Es ist für das friedliche Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Wurzeln und den Zusammenhalt der Gesellschaft jedoch von großer Bedeutung, dass gleichberechtigte Teilhabe für alle in Ilvesheim lebenden Menschen realisiert wird.

 

Die Voraussetzung dafür ist Chancengleichheit – sie soll in den zentralen Lebensbereichen wie dem Bildungssystem, dem Arbeitsmarkt, dem Wohnungsmarkt sowie dem Vereins- und Freizeitleben für alle Menschen in Ilvesheim bestehen. Es gibt nämlich nicht „die Integration in die Gesellschaft“, sondern lediglich Integrationsprozesse in verschiedenen Teilbereichen Deshalb setzen wir uns ein für Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, Bildungschancen, Sprachkurse, das alltägliche Zusammenleben, z. B. am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im Kindergarten, in der Schule und im Verein und die Abwehr von Diskriminierung. Flüchtlinge müssen allerdings auch bereit sein, diese anzunehmen und grundsätzlich das ihnen Mögliche tun, um gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. Eine wichtige Voraussetzung erfolgreicher Integration ist deshalb, dass alle hier lebenden Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder vom Vorliegen eines Migrationshintergrunds bereit sind, Anerkennung und Respekt für einander sowie Offenheit für Angehörige anderer Kulturen und Religionen aufzubringen. Nur wer sich anerkannt und respektiert fühlt, wird auch bereit sein, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

 

Erfolgreiche Integration bedingt das Zusammenwirken und das Engagement der Menschen in Ilvesheim. Dies bedeutet, dass die Gesellschaft Menschen mit Migrationshintergrund Angebote zur Beteiligung eröffnen muss. Und von Menschen mit Migrationshintergrund werden der Wille und das Engagement zur Annahme dieser Angebote erwartet, etwa beim Erwerb der deutschen Sprache.

 

In der Integrationsarbeit hat die Vermittlung der im Grundgesetz fest-geschriebenen und zwingend erforderlichen normativen Grundlagen

Vorrang. Zugleich wollen wir Neuzugewanderte dafür sensibilisieren, auf spezifische gesellschaftliche Werte oder Alltagskonventionen zu achten - die sie so eventuell aus ihrer Heimat nicht kennen - und diese wenn nötig zu respektieren (Alltagsregeln, z.B. Pünktlichkeit). 

 

Erfolgreiche Integrationsarbeit für Flüchtlinge wird uns helfen, den demokratischen Wandel zu bewältigen und das Armutsrisiko zu vermindern. Erworbene Qualifikationen geben Flüchtlingen auch die Möglichkeit einer „Rückkehr mit Perspektive“, also eine Form der Entwicklungshilfe dar. Dies kann langfristig auch dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen.

 

Es ist also nicht nur ein Gebot des Asylrechts, sondern vor allem der Menschlichkeit und eines vorausschauenden Blickes in eine Zukunft, in der wir gemeinsam mit diesen Menschen leben werden, die ankommenden Geflüchteten in unserer Gemeinde zu unterstützen und gemeinsame Werte zu leben.

 

Alle Informationen über unsere Arbeit und die Flüchtlinge in Ilvesheim finden Sie auf www.integration-ilvesheim.de