Bezüglich Informationen zum Coronavirus z.B. Internet-Links etc. bitte nach unten scrollen.
(am 04.06.2020  aktualisiert)



Integration ist einfacher,

 

wenn sich alle daran beteiligen!

 

  

Nichts macht glücklicher als anderen zu helfen!

 

Engagier dich für Flüchtlinge in Ilvesheim! Jetzt! Hier!

 

Aktuelle Informationsbroschüre zum Arbeitskreis im
Menü "Wir über uns -> Arbeitskreis Integration"

 

 


Corona bestimmt unser Handeln.

 

© Artikel aus "Ilvesheim informiert"

 

Trotz Corona geht die Integrationsarbeit weiter. Allerdings kann der Integrationsmanager der Gemeinde, Ulrich Makowski, einen wichtigen Teil seiner Arbeit derzeit nicht erledigen: So lange sich der Virus ausbreitet, kann sich Ulrich nicht mit Migranten, die auf Hilfe angewiesen sind, treffen.

 

Auch ruht der direkte Kontakt unserer Paten*Innen mit den Flüchtlingen, ebenso die Kurse der Krabbelgruppe, der Hausaufgabenbetreuung und der Spielenachmittag. Betroffen ist leider auch die Fahrradwerkstatt. Ebenso das Café der Kulturen, beliebter Treffpunkt für Flüchtlinge, mit Familie und zahlreichen Ilvesheimer*Innen, musste seit März ausfallen. Hoffentlich wird es dem Veranstaltungsteam gelingen nach dieser langen Pause, diese Resonanz zurückzugewinnen.

Der Wahnsinn ist ein Virus, das menschliches Leben kostet, gesellschaftliches Leben aussetzt und wirtschaftliches Leben lahmlegt. 

 

Die Arbeit hat sich verlagert.

Es ist nicht so, dass Nichtstun den Tagesablauf bestimmt. Die Arbeit hat sich einfach verlagert. Am Anfang ab Mitte März stand die Frage im Raum wie sich Corona auswirkt und welche Gegenmaßnahmen und Verbote das Virus mit sich bringt.

Unsere Empfehlung an die Gemeinde, aktuell die Verordnungen in den Unterkünften in allen Landessprachen auszuhängen, wurde prompt erfüllt. Selber machen konnten wir das auf Grund der geltenden Ausgangsbeschränkungen nicht mehr.

Auf dem Postweg oder via Mail übersetzt Ulrich Briefe des Bundesamt für Migration und Flüchtlinge(BAMF), hilft Anträge ans Jobcenter zu stellen, ist im Austausch mit dem Landratsamt und über den Jour fixe im Rathaus mit dem AKI. Probleme im täglichen Geschehen, meist bei Wohnungsangelegenheiten, werden mit der Verwaltung aufgearbeitet. Nur die Angst um die Angehörigen in den Heimatländern kann Ulrich seinen Schützlingen nicht nehmen.

Sehr bedrückend ist die Tatsache, dass Nachrichten aus den Heimatländern wie Syrien, weil dort zum Kampf gegen Corona zusätzlich ein Krieg zwischen Menschen tobt. Das beschäftigt die Flüchtlinge ungemein. Erschwert zudem durch eine mangelnde medizinische Versorgung im Lande.

 

Vorgeschlagen hat der AKI, Flüchtlinge und Wohnungen in regelmäßigen Abständen in ihren Unterkünften zu visitieren, um im direkten Kontakt Probleme zu minimieren. Einen Versuch ist es wert, den der AKI gerne begleitet.

 

Erfreulich:

Der Gemeinderat hat in seiner letzten Sitzung einstimmig der

Nachtragsvereinbarung zum Weiterleitungsvertrag zwischen Gemeinde und dem Kreisverband des DRK Mannheim e.V. für das wichtige Integrationsmanagement für Geflüchtete in der Anschlussunterbringung zugestimmt. Somit hat ein wichtiges Bindeglied zwischen Gemeinde, Verwaltung und AKI für eine gemeinsame Stärkung der Integrationsarbeit Bestand.

Leider ist es aber bisher nicht gelungen, beim zuständigen Sozialministerium eine Anhebung dieser Förderung zu erreichen.

 

ABSAGE:

Das Café der Kulturen fällt leider auch am Dienstag 19. Mai 2020 Mai aus.

Das JUZ ist geschlossen.

 

SIE@WIR – gemeinsam helfen!

 

Für den Arbeitskreis Integration/AKI:

                                                                                     - / Dieter Münster


Hinweise bezüglich des Coronavirus:

 

1) WICHTIGE INFORMATION zum INTEGRATIONSMANAGEMENT:

 

  • KEINE SPRECHSTUNDENTERMINE
  • KEINE PERSÖNLICHE BERATUNG
  • KEINE OFFENEN SPRECHSTUNDEN für 
     
    GEFLÜCHTETE PERSONEN

     Siehe auch Schreiben vom Roten Kreuz => hier

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2)   Informationen im Internet (aktualisiert bzw. geändert am 19.05.20)

 

 

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3) Die wichtigsten Anlaufstellen in der Region (28.03.2020 ) -> hier 

 

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4) Corona-Telefon-Hotlines

  • RNK  Gesundheitsamt 06221 / 522 18 81  täglich 7:30 - 19 Uhr
  • Baden-Württemberg    0711 / 904 39555   Mo-Fr  9 - 16 Uhr

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5) Flyer des Roten Kreuzes in unterschiedlichen Sprachen 
      
       ArabischEnglisch, Farsi, Französisch, Kurdisch-Sorani, Somali, Tigrinya, Türkisch, Urdu

      Mehrsprachig Sharepics Schutz vor Infektionen

 

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6) Eine Anleitung zu Masken tragen in unterschiedlichen Sprachen 
    findet Ihr hier  
(neu)

 

 

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7) Termine des AKI
   
Die Hausaufgabenhilfe, der Spielenachmittag und die Krabbelgruppe 
    sind bis 21. Juni abgesagt.

    Die Fahrradwerkstatt  wird im Mai nun doch noch nicht geöffnet.

 


WERTERHALT- Bildvortrag des Seenotbeobachters Daniel Kubirski

 

Das Café der Kulturen war selten so gut besucht: Der von Christian vermittelte Vortrag, Flucht und Abschottung an Europas Außengrenzen, veranlasste zahlreiche Ilvesheimer*Innen aber auch Schutzsuchende zu einem Besuch im JUZ. Aber der Reihe nach: Zu Beginn begrüßte Laura Lies vom Café-Organisationsteam alle Gäste und stellte das obligatorische Jugendprogramm vor. Am Kindertisch galt es Papierbötchen zu basteln und zu verzieren. Alle Materialien, wie sehr oft, besorgte Laura. Zusammen mit Lena Klein entstanden meisterliche bunte Schiffchen. Laura steht in Diensten des DRK-Kreisverbandes Mannheim und Lena gehört mit Christian zum Leitungsteam des Jugendzentrums. Parallel dazu zauberten unsere Mitglieder und Gäste ein formidables internationales Buffet, optisch und vor allem geschmacklich nicht zu übertreffen. Die traditionelle Untermalungsmusik lieferte wie immer dezent und angenehm Stefan Bauer.

Vorgestellt wurde die neue Weltkarte, um mit grünen Punkten selbst die ersten zehn Nationen zu markieren, die in Ilvesheim gemeldet sind. In Folge benötigen wir insgesamt 50 Punkte! Keiner hat diese Schätzfrage richtig raten können, ist sie doch auch überraschend hoch! Damit endete auch um 18:00 Uhr der erste Teil des Cafés. Alle halfen mit, den Saal mit Einzelstühlen in Reihen zu bestücken und wie angekündigt, begann Fotograf Daniel Kubirski um 18:30 Uhr seinen Bildvortrag, um über die Situation an der europäischen Außengrenze zwischen Griechenland und der Türkei zu berichten.

 

Den vollständigen Vortrag finden Sie: hier

 

 

 


Was ist eigentlich Integration?

 

Menschen mit Migrationshintergrund verfügen in Bezug auf Bildungserfolge, Sprachkenntnisse, die Ausbildungs- und Erwerbsbeteiligung sowie weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens oft nicht über gleichberechtigte Teilhabe. Es ist für das friedliche Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Wurzeln und den Zusammenhalt der Gesellschaft jedoch von großer Bedeutung, dass gleichberechtigte Teilhabe für alle in Ilvesheim lebenden Menschen realisiert wird.

 

Die Voraussetzung dafür ist Chancengleichheit – sie soll in den zentralen Lebensbereichen wie dem Bildungssystem, dem Arbeitsmarkt, dem Wohnungsmarkt sowie dem Vereins- und Freizeitleben für alle Menschen in Ilvesheim bestehen. Es gibt nämlich nicht „die Integration in die Gesellschaft“, sondern lediglich Integrationsprozesse in verschiedenen Teilbereichen Deshalb setzen wir uns ein für Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, Bildungschancen, Sprachkurse, das alltägliche Zusammenleben, z. B. am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im Kindergarten, in der Schule und im Verein und die Abwehr von Diskriminierung. Flüchtlinge müssen allerdings auch bereit sein, diese anzunehmen und grundsätzlich das ihnen Mögliche tun, um gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. Eine wichtige Voraussetzung erfolgreicher Integration ist deshalb, dass alle hier lebenden Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder vom Vorliegen eines Migrationshintergrunds bereit sind, Anerkennung und Respekt für einander sowie Offenheit für Angehörige anderer Kulturen und Religionen aufzubringen. Nur wer sich anerkannt und respektiert fühlt, wird auch bereit sein, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

 

Erfolgreiche Integration bedingt das Zusammenwirken und das Engagement der Menschen in Ilvesheim. Dies bedeutet, dass die Gesellschaft Menschen mit Migrationshintergrund Angebote zur Beteiligung eröffnen muss. Und von Menschen mit Migrationshintergrund werden der Wille und das Engagement zur Annahme dieser Angebote erwartet, etwa beim Erwerb der deutschen Sprache.

 

In der Integrationsarbeit hat die Vermittlung der im Grundgesetz fest-geschriebenen und zwingend erforderlichen normativen Grundlagen

Vorrang. Zugleich wollen wir Neuzugewanderte dafür sensibilisieren, auf spezifische gesellschaftliche Werte oder Alltagskonventionen zu achten - die sie so eventuell aus ihrer Heimat nicht kennen - und diese wenn nötig zu respektieren (Alltagsregeln, z.B. Pünktlichkeit). 

 

Erfolgreiche Integrationsarbeit für Flüchtlinge wird uns helfen, den demokratischen Wandel zu bewältigen und das Armutsrisiko zu vermindern. Erworbene Qualifikationen geben Flüchtlingen auch die Möglichkeit einer „Rückkehr mit Perspektive“, also eine Form der Entwicklungshilfe dar. Dies kann langfristig auch dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen.

 

Es ist also nicht nur ein Gebot des Asylrechts, sondern vor allem der Menschlichkeit und eines vorausschauenden Blickes in eine Zukunft, in der wir gemeinsam mit diesen Menschen leben werden, die ankommenden Geflüchteten in unserer Gemeinde zu unterstützen und gemeinsame Werte zu leben.

 

Alle Informationen über unsere Arbeit und die Flüchtlinge in Ilvesheim finden Sie auf www.integration-ilvesheim.de