Integration ist einfacher,

 

wenn sich alle daran beteiligen!

 

  

Nichts macht glücklicher als anderen zu helfen!

 

Engagier dich für Flüchtlinge in Ilvesheim! Jetzt! Hier!

 

 


Heimat gibt es auch im Plural!

 

Bundespräsident Frank Walter Steinmeier hat die Botschaft von #meTwo so umschrieben: Heimat gibt es auch im Plural. Es gibt Menschen, die sowohl mit Deutschland als auch mit ihrem Geburts- oder Herkunftsland gleichermaßen ein Heimatgefühl verbinden. Integration bedeute nicht automatisch, dass aus allen, die hier leben, ein „ wir“ wird, sondern dass  „ die anderen“  und „wir“ produktiv, friedlich und in gegenseitiger Toleranz zusammenleben. 

 

Das ist auch die Zielsetzung des Arbeitskreises Integration. Fest steht auch für uns, dass es Werte und Grundsätze gibt, die nicht verhandelbar sind. Zum Beispiel, das Grundgesetz, die darin verankerte Meinungsfreiheit oder die Rechte der Frauen. Einem aufnehmenden Land muss erlaubt sein, Spracherwerb, Akzeptanz der geltenden Gesetze und Werte sowie die Mitwirkung am Arbeitsleben einzufordern. Wir müssen im Gegenzug aber auch dafür einstehen, dass Bemühungen und gute Leistungen von der Gesellschaft anerkannt werden. Dass man einen seiner Qualifikation entsprechenden Arbeitsplatz bekommt, auch wenn man einen fremd klingenden Namen hat. Dass eine Wohnungssuche nicht an Hautfarbe scheitert. Unseren Städte und Gemeinden sind die Orte, wo das wahre Leben stattfindet und in denen sich zeigen wird, ob die Integrationsarbeit Fortschritte macht. Unsere Helfer, sowie Paten und Patinnen tun ihr bestmögliches.

 

Für einen noch größeren Erfolg benötigen wir dringend noch mehr Unterstützung aus der Bevölkerung, zumal weiterer Zuzug auf uns in Ilvesheim zukommt. Je intensiver wir Flüchtlinge betreuen können, ihnen im Alltag helfen können, sich zu Recht zu finden, umso einfacher geht es dann später im normalen Alltag.

 

Bundestagspräsident Walter Schäuble hat einen, unserer Meinung nach, sehr vernünftigen Beitrag in den letzten Tagen zur Flüchtlingsdebatte geliefert. Er macht darauf aufmerksam, dass die grosse Mehrheit der Flüchtlinge bei uns bleiben wird. Und dass es demzufolge sehr sinnvoll wäre, sich mehr um ihre Integration zu kümmern. Fast möchte man sagen – noch mehr als darum, künftig eine Handvoll Flüchtlinge an der österreichischen Grenze wieder zurückzuschicken – um im Austausch dann dafür andere zu bekommen… Ein Heimatministerium könnte nämlich auch dazu beitragen die Heimat für alle, also auch für Zugezogene, zu pflegen.

 

Falls Sie Lust haben, Geflüchteten bei ihrem Neuanfang zu helfen, nehmen Sie bitte Kontakt mit doris.hartmann@integration-ilvesheim.de auf. 


Was ist eigentlich Integration?

 

Menschen mit Migrationshintergrund verfügen in Bezug auf Bildungserfolge, Sprachkenntnisse, die Ausbildungs- und Erwerbsbeteiligung sowie weitere Bereiche des gesellschaftlichen Lebens oft nicht über gleichberechtigte Teilhabe. Es ist für das friedliche Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen kulturellen und religiösen Wurzeln und den Zusammenhalt der Gesellschaft jedoch von großer Bedeutung, dass gleichberechtigte Teilhabe für alle in Ilvesheim lebenden Menschen realisiert wird.

 

Die Voraussetzung dafür ist Chancengleichheit – sie soll in den zentralen Lebensbereichen wie dem Bildungssystem, dem Arbeitsmarkt, dem Wohnungsmarkt sowie dem Vereins- und Freizeitleben für alle Menschen in Ilvesheim bestehen. Es gibt nämlich nicht „die Integration in die Gesellschaft“, sondern lediglich Integrationsprozesse in verschiedenen Teilbereichen Deshalb setzen wir uns ein für Ausbildungs- und Arbeitsmöglichkeiten, Bildungschancen, Sprachkurse, das alltägliche Zusammenleben, z. B. am Arbeitsplatz, in der Nachbarschaft, im Kindergarten, in der Schule und im Verein und die Abwehr von Diskriminierung. Flüchtlinge müssen allerdings auch bereit sein, diese anzunehmen und grundsätzlich das ihnen Mögliche tun, um gesellschaftliche Teilhabe zu erreichen. Eine wichtige Voraussetzung erfolgreicher Integration ist deshalb, dass alle hier lebenden Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder vom Vorliegen eines Migrationshintergrunds bereit sind, Anerkennung und Respekt für einander sowie Offenheit für Angehörige anderer Kulturen und Religionen aufzubringen. Nur wer sich anerkannt und respektiert fühlt, wird auch bereit sein, unsere Gesellschaft aktiv mitzugestalten.

 

Erfolgreiche Integration bedingt das Zusammenwirken und das Engagement der Menschen in Ilvesheim. Dies bedeutet, dass die Gesellschaft Menschen mit Migrationshintergrund Angebote zur Beteiligung eröffnen muss. Und von Menschen mit Migrationshintergrund werden der Wille und das Engagement zur Annahme dieser Angebote erwartet, etwa beim Erwerb der deutschen Sprache.

 

In der Integrationsarbeit hat die Vermittlung der im Grundgesetz fest-geschriebenen und zwingend erforderlichen normativen Grundlagen

Vorrang. Zugleich wollen wir

Neuzugewanderte 

dafür sensibilisieren, auf spezifische gesellschaftliche Werte oder Alltagskonventionen zu achten - die sie so eventuell aus ihrer Heimat nicht kennen - und diese wenn nötig zu respektieren (Alltagsregeln, z.B. Pünktlichkeit). 

 

Erfolgreiche Integrationsarbeit für Flüchtlinge wird uns helfen, den demokratischen Wandel zu bewältigen und das Armutsrisiko zu vermindern. Erworbene Qualifikationen geben Flüchtlingen auch die Möglichkeit einer „Rückkehr mit Perspektive“, also eine Form der Entwicklungshilfe dar. Dies kann langfristig auch dazu beitragen, Fluchtursachen zu bekämpfen.

Es ist also nicht nur ein Gebot des Asylrechts, sondern vor allem der Menschlichkeit und eines vorausschauenden Blickes in eine Zukunft, in der wir gemeinsam mit diesen Menschen leben werden, die ankommenden Geflüchteten in unserer Gemeinde zu unterstützen und gemeinsame Werte zu leben.

 

Alle Informationen über unsere Arbeit und die Flüchtlinge in Ilvesheim finden Sie auf www.integration-ilvesheim.de